Archiv der Kategorie 'Reinigungskräfte_Prekäre Arbeit'

Der Kampf um Gleichberechtigung muss weitergehen

- SDS-Leipzig unterstützt die prekär beschäftigten, weiblichen Reinigungskräfte an der Universität Leipzig

Pressemitteilung des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbandes Leipzig anlässlich des 100sten Jubiläums des Internationalen Frauentages am 8. März

Am kommenden Dienstag, den 8. März, jährt sich zum 100sten Mal die Ausrufung des Internationalen Frauentages. Trotz vieler Fortschritte, die sich Frauen seitdem und bereits davor erkämpften, herrscht noch immer keine Gleichheit zwischen den Geschlechtern: Frauen verdienen im Schnitt 20% weniger Lohn bei gleicher Leistung. Sie stellen zwei Drittel der Beschäftigten im Niedriglohnsektor und sind überdurchschnittlich von Altersarmut betroffen. (mehr…)

Solidaritätsnote 8. März

Anlässlich des 8. März solidarisieren wir uns mit den Reinigungskräften an der Uni-Leipzig – vor allem den Frauen unter ihnen (denn in dieser Branche arbeiten großteils Frauen!) – und einem Arbeitskampf um bessere Arbeitsbedingungen:

Schlechte Arbeitsbedingungen betreffen uns alle. Kämpfen wir gemeinsam für bessere!
Wir möchten heute zum 100. Internationalen Frauentag allen Reinigungskräften – aber ganz besonders den Frauen unter ihnen – unsere Solidarität bekunden. Wir, das sind die Studierenden der DieLinke.SDS Hochschulgruppe, Leipzig. Wir wissen um die Verhältnisse in der Reinigungsbranche. Die Unternehmen untergraben häufig den erstreikten Mindestlohn von 7€ pro Stunde (Tarif Ost), z.B. durch ein gesteigertes Arbeitspensum. Neben der eigentlichen Arbeit wird meist auch unbezahlte Mehrarbeit geleistet. Die Hälfte der 33.000 Reinigungskräfte in Sachsen erhält ein Einkommen, das nicht einmal über der „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ liegt. Bei einem Stundenlohn von 7€ müssen viele, die in Teilzeit und Minijobs beschäftigt sind, ihr Einkommen durch Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II aufstocken. Gerade für Beschäftigte mit Kindern ist das unerträglich.
All das ist deprimierend und ungerecht, aber nur ein Bruchteil der Probleme. Der derzeit gültige Tarifvertrag für die Gebäudereinigerbranche läuft zum Jahresende aus. Dies begreifen wir als Chance, für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Dies kann aber nur gelingen, wenn die GewerkschafterInnen, die die Interessen der Reinigungskräfte
vertreten, mit genügend Rückhalt auftreten können. Also: Organisiert euch! Werdet Gewerkschaftsmitglieder!




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